Ad-hoc-Ausschuss

Feststellungsverfahren für den Bedarf an individuellen Teilhabeleistungen für behinderte Menschen

(gegründet 2012)

Dass heute fast jede einzelne Zuständigkeits- oder Regionalgruppe der Träger von Rehabilitations- und Teilhabeleistungen einem eigenen Feststellungsverfahren folgt, wenn es gilt, gemäß § 10 SGB IX den Leistungsbedarf von Menschen mit Behinderungen oder Behinderungsrisiken zu ermitteln, führt zu Versorgungs-Ungerechtigkeiten im Land, erschwert die Leistungstransparenz und kompliziert jede Konzept-Orientierung von Einrichtungen, die durch mehrere Träger „belegt“ werden. Dies greift die DVfR auf, und es liegt dafür auch eine Anregung aus der Bundespolitik vor (vgl. den NAP zur Umsetzung der UN-BRK). Der von einer Vertreterin betroffener Menschen geleitete DVfR-Ausschuss will in 2012/2013 abklären, ob es – bundesweit vergleichbar – auf der WHO-Klassifikation „ICF“ beruhende Feststellungsverfahren geben kann, welche die genannten Mängel beseitigen helfen, wie das Korsett der „Mindestmerkmale“ dafür ggf. aussehen müsste, um unterschiedlichen Bedarfen Leistungsberechtigter wie auch den verständlichen Anliegen der Träger und Fachleute für Teilhabeleistungen gerecht zu werden, und schließlich, welche Stellen dazu angesprochen bzw. dabei beteiligt werden müssen.

Ausschussleiterin:

Antje Welke
Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V., Berlin

Mitglieder:

Prof. Johann Behrens, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Halle
Prof. Horst Biermann, Technische Universität Dortmund
Prof. Karl-Heinz Eser, Förderungswerk St. Nikolaus, Dürrlauingen
Katharina Fecher, Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin
Dr. Harry Fuchs, Unabhängiger Sachverständiger, Düsseldorf
Bernd Giraud, Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, Frankfurt/M.
Dr. Sabine Grotkamp, MDKN, Hannover
Alfred Jakoby, LWV Hessen, Kassel
Prof. Matthias Morfeld, Hochschule Magdeburg-Stendal
Ingo Müller-Baron, Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen, Berlin
Dr. Heidrun Metzler, Universität Tübingen
Markus Oberscheven, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Berlin
Dr. Helmut Peters, Rheinhessen Fachklinik, Mainz
Alfons Polczyk, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin
Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Stiftung kreuznacher diakonie, Bad Kreuznach
Prof. Paul-Walter Schönle, MATERNUS Kliniken, Bad Oyenhausen
Angela Staub, BAG SELBSTHILFE, Düsseldorf
Helmut Dr. Wallrabenstein, Bundesagentur für Arbeit, Hannover


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